„Unsichtbarer Feind“

Sonnenlicht brach sich auf dem taubedeckten Gras, ein Meer aus feinen Wassertropfen, schillernd, leuchtend. Kein Windhauch war zu spüren, die Bäume standen still, die Blätter müde und schwer vom Regen der vergangenen Nacht. Die Luft war noch frisch und erfüllt vom Geruch feuchter Erde.

„Bis morgen“

Mein Blick war auf ihr regloses Gesicht gerichtet. Die Augen geschlossen, unbewegt. Haselnussbraunes Haar ergoss sich über das klinisch weiße Kissen. Ihre Haut war bleich, wie alles in diesem Zimmer Die Arme lagen sauber zu beiden Seiten ihres Körpers, der sich schmal unter der Decke abzeichnete. Wüsste ich es nicht besser, könnte man annehmen, sie schliefe nur.